Rückführung von Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten
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Wir fordern die Stadt auf, ihre Aktivitäten in der Provenienzforschung zu erhöhen sowie auf Kunstwerke auszuweiten, die durch koloniale Bestrebungen in Besitz der Stadt gekommen sind; wir fordern außerdem die Restitution von solchen, in kolonialen Kontexten geraubten Kunstwerken. In diesem Zusammenhang ist es notwendig, die in der Kolonialzeit begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit klar als solche zu benennen und die Auseinandersetzung mit dem Kolonialismus in die städtische Strategie der Erinnerungskultur und -politik aufzunehmen. Die Aufarbeitung bedarf eines gesamtgesellschaftlichen Diskurses und muss als kultureller Dialog gestaltet werden. Dafür ist es notwendig, ihn durch Veranstaltungen, Ausstellungen und Publikationen zu begleiten und eine Vernetzung über München hinaus mit anderen Städten möglich zu machen. Für die Koordination und Umsetzung dieser Vorhaben fordern wir eine neue Planstelle im Kulturreferat sowie die Bereitstellung von Mitteln zur Förderung von Wissenschaft, Forschung, Bildung und den gesellschaftlichen Austausch.Die durch die Rückgabe entstehenden Leerstellen sollen als didaktisches Mittel genutzt und thematisiert werden. D.h. die Kunstwerke sollen gerade nicht durch Repliken oder ähnliche Stücke ersetzt werden. Im Gegenteil sollen die Lücken durch die geeignete Darstellung der Geschichte eines Werkes sowie der historischen und gesellschaftlichen Bewertung dieser zur kritischen Reflektion des geltenden Kulturbegriffes sowie der dahinterstehenden Machtverhältnisse genutzt werden.
Eine Übersicht über den kompletten Roten Faden findet Ihr hier: https://wir-wollen-mehr.de
