Der Rote Faden

Der rote Faden ist das Kommunalwahlprogramm der Münchner Jusos. Bei uns ist es Tradition, dass die Jusos ihr eigenes Wahlprogramm erarbeiten. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf Jugendpolitik, sondern wir beschäftigen uns mit allen relevanten Themen für die Münchener Stadtgesellschaft. Der rote Faden dient uns darüber hinaus nicht nur als Richtschnur für die nächsten sechs Jahre, sondern wir messen auch unsere politischen Erfolge an diesem gemeinsamen Programm.

In der Vergangenheit konnten wir bereits viele Forderungen aus unserem roten Faden durchsetzen. Dazu gehören zum Beispiel Beratungsstellen für Betroffene von rechter Gewalt, niederschwelliger Zugang zu Schwimmbädern oder die Isar als kommerzfreien Raum für alle zu erhalten. Wobei wohl MVV for free oder ein Museum der Arbeit eher längerfristige Projekte bleiben, es aber immer wieder in unser Kommunalwahlprogramm schaffen werden.

Der rote Faden wird dabei nicht etwa nur vom Vorstand oder einigen wenigen Auserwählten geschrieben, sondern wird in einem verbandsoffenen Prozess erarbeitet. Bereits vor über einem Jahr waren daher alle Münchner Jusos eingeladen, ein Wochenende mit uns in der verschneiten Pampa zu verbringen, um sich einzuschließen und inhaltlich zu arbeiten.

In mehreren thematischen Arbeitsgruppen haben wir über das Wochenende verteilt unsere inhaltlichen Forderungen und Schwerpunkte erarbeitet. Über Kultur, Gleichstellung, Wohnen und Sicherheit war thematisch alles mit dabei, was man sich vorstellen kann. Dabei haben wir uns nicht nur auf uns selbst verlassen, sondern versucht, konkrete Forderungen aus unserer Red Vision abzuleiten, um perspektivisch genau diese umzusetzen.

Nach einem intensiven Wochenende wurde dann eine Redaktionsgruppe gebildet, die sich hauptverantwortlich um den weiteren Prozess gekümmert hat. Zunächst wurden die Texte eingefordert, sortiert, zum Kommentieren freigegeben, dann wieder überarbeitet und nach ein paar Monaten stand dann ein knapp 100 Seiten langes Programm.

Doch das war selbstverständlich noch nicht das Ende, schließlich dürfen bei uns alle mitreden. Der rote Faden wurde dann im Frühjahr bei unserer Unterbezirkskonferenz zur Abstimmung gestellt. Im Vorhinein haben sich die Regionalverbände getroffen, den roten Faden durchgearbeitet und bis zu 100 Änderungsanträgen gestellt, die wir in professioneller Weise behandelt und abgearbeitet haben.

Und dann war er da – der fertige rote Faden. Junge, progressive Ideen für eine bessere Stadtgesellschaft, die wir in den nächsten sechs Jahren mit aller Kraft umsetzen wollen. Ihr könnt uns gerne kontrollieren und beim Abhaken der Forderungen helfen.

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